Herzlich willkommen im JUHA DAILY - dem Allmersbacher Jugendhaus

Viele Außenstehende haben falsche Vorstellungen von offener Jugendarbeit.
Sie stellen sich den Treff als heruntergekommenen, dunklen Ort mit alten
Sofas und Schmierereien an den Wänden vor. Ständig läuft laute Musik. Jugendliche
hängen in seltsamen Klamotten auf den Sofas herum, rauchen, trinken und
haben offensichtlich nichts Sinnvolles zu tun. Der Umgangston ist aggressiv
und unverständlich. Neulinge und Fremde werden blöd angemacht.
Manch ein Treff sieht auf den ersten Blick vielleicht so aus oder wirkt nach außen zumindest so. Oft täuscht der erste Eindruck aber und führt zu unberechtigten Vorurteilen.
Eine Einrichtung spiegelt immer die Kultur der Benutzer wider und so wie andere zu Hause gerne einen „röhrenden Hirsch“ an der Wand hängen haben, gehören zur Kultur der Jugendlichen Graffitis an den Wänden, alte Möbel und bunte oder schwache Beleuchtung. Nur ohne schnelle Vorurteile lässt sich dies wahrnehmen.
Wie bei der Auseinandersetzung mit fremden, entfernten Kulturen sieht offene Jugendarbeit aus der Nähe betrachtet ganz anders aus, als aus der Distanz. Der Lebensstil und die Verhaltensweisen in islamistischen Ländern oder der Menschen im Süden Afrikas sind uns in der Regel fremd. Erst durch reisen oder der Auseinandersetzung mit der Kultur und den Menschen wird vieles verständlicher.
Offene Einrichtungen sind Bestandteil einer Kultur, die vielen Erwachsenen
vielleicht genauso fremd sind, wie ein entferntes fremdes Land.